Der besondere Moment

Die Fotografie ist für mich die Suche nach dem besonderen Moment, in dem Licht, Schatten, Form und Struktur für einen häufig nur flüchtigen Augenblick zusammenwirken und ein besonderes visuelles Erlebnis formen.

Faszination Panoramaformat

"Das Dunkel der Nacht taucht die Türme und Zinnen des Bryce Canyon in einen grauen Schatten, denn noch steht die Sonne tief unter dem Horizont. Obwohl es früh am Morgen ist, weht schon ein angenehmer Wind über das Amphitheater; es wird ein warmer Tag werden.

Ohne Eile vergeht die Zeit, bis erste Sonnenstrahlen langsam den Himmel hoch am Firmament erhellen - die blaue Stunde hat begonnen und allmählich hebt sich der Vorhang der Nacht.

Am Wendepunkt zwischen Nacht und Tag entsteht meine Fotografie des erwachenden Bryce Canyons und einmal mehr erkenne ich, dass ich mein Bildformat gefunden habe: das Panoramaformat."

Dieses besondere Bildformat kann nicht schnell mit einem Blick als Ganzes erfasst werden. Es bietet dem Auge viel Raum zum entdecken; der Blick kann weit umherwandern, Strukturen und Formen folgen, Details fixieren und wieder loslassen, ohne schnell an Grenzen zu stoßen.

Das Format suggeriert dadurch Dynamik und Bewegung im Raum, weckt Neugier und stimuliert die Phantasie und Vorstellungskraft des Betrachters in besonderer und persönlicher Art und Weise.

Wie kein anderes Bildformat kommt es den natürlichen Sehgewohnheiten sehr nahe und spricht die individuelle Wahrnehmung und Erfahrung sehr direkt an. Manchmal kann in Panoramen so mehr wahrgenommen werden, als das Auge im ersten Moment erkennen kann.

Es sind die Fotografien von Lee Frost und David Noton, die Arbeiten von Macduff Everton und John Shaw sowie die Kalenderprojekte von Markus Renner, Jack Dyckinga und Helmuth Hirler, die mich auf diese Weise für das Panoramaformat begeistern und mich inspirieren.

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